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TU Berlin

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SiGroViD

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Projektdaten
Name
Sicherheit auf Großveranstaltungen durch Videodrohnen
Gefördert durch

BMBF
Projektdauer
01.01.2017 - 30.06.2019
Projektart
VIP+

Neuigkeiten

Zielsetzung des Projektes

Die Sicherheit von öffentlichen Massenveranstaltungen wie Konzerten, Fanmeilen oder großen Sportereignissen zu gewährleisten, stellt Veranstalter und Sicherheitsbehörden vor schwierige Aufgaben. Neben äußeren Bedrohungen wie etwa Terroranschlägen müssen auch kritische Situationen wie Paniken aufgrund von Überfüllung auf den Veranstaltungen verhindert werden, ohne den Ablauf der Veranstaltung zu stören. Die Duisburger Loveparade 2010 ist ein prominentes Beispiel, dass Fehlentscheidungen während einer Überfüllungssituation durch unzureichenden Überblick und mangelnde Koordination eine Tragödie mit 21 Toten und mehr als 500 Verletzten verursachten.

Ziel des Projektes ist es, das Sicherheitspersonal auf Großveranstaltungen zu unterstützen, indem ferngesteuerte Kameradrohnen das Veranstaltungsgelände aus der Luft filmen und eine automatische Analyse der Videos mit der Visualisierung besonderer Ereignisse bereit stellen. Im Vergleich zu herkömmlichen, festinstallierten Kameras bieten die Drohnen einen umfassenden Überblick, erzeugen bessere Analyseergebnisse und reduzieren zusätzlich deutlich die Kosten gegenüber den bisher eher in Ausnahmefällen verwendeten Hubschrauberkameras. Die durch die Drohnen gewonnenen Überblicksaufnahmen bieten durch den breiten Sichtbereich, die geringere perspektivische Verzerrung und die niedrige Verdeckung eine umfassende Sicht über das Veranstaltungsgelände und erlauben die Erstellung einer Übersichtskarte durch an der TU Berlin entwickelte Technologien. Die automatischen Analysen sollen den Nutzer unterstützen, indem z.B. Informationen zur Menschenmengendichte oder Personenströmen visualisiert werden. Im Zuge dessen sollen die an der TU Berlin entwickelten Videoüberwachungsalgorithmen auf ihre Praxistauglichkeit im Hinblick auf eine spätere Nutzung im Anwendungsszenario "Kameradrohne" unter marktrelevanten Randbedingungen validiert werden.

Die entwickelten Algorithmen ermöglichen es, das Verhalten sowohl von Menschenmengen als auch von Einzelpersonen und Personengruppen zu analysieren und zu interpretieren. Mithilfe sogenannter Lagrange'scher Verfahren lassen sich etwa erstmals effizient längere und komplexe Bewegungsmuster in zeitabhängigen Bewegungsfeldern analysieren. Dies bildet die Grundlage für die im Projekt vorgesehenen Videoanalysen.

Durch die Kombination dieser Analysen mit den realen Videos hat der Benutzer jederzeit die für die Sicherheit der Veranstaltung relevanten Daten im Blick, was einen deutlichen Mehrwert gegenüber der zur Zeit üblichen manuellen Betrachtung der Videos liefert. Zur Vermeidung von datenschutzrechtlichen Problemen sollen die Drohnenbilder verschlüsselt übertragen werden. Mittels visueller Privatsphärenfilter (sog. "privacy enhancing technologies", PETs) sollen sie darüber hinaus künstlich verschlechtert werden, um eine unnötige Aufnahme personenbezogener Daten zu verhindern.


Kontakt: Volker Eiselein,

Anwendungsbeispiel: Vollautomatische Personendichteschätzung und -zählung

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Personendichteschätzung / -zählung

Anhand von Bildmerkmalen lassen sich Menschenmengen auch in Einzelbildern vollautomatisch finden und die Anzahl der Personen schätzen. Über gezielte Parametrisierung lässt sich einstellen, welche Menschenmengendichte mindestens erforderlich ist, um eine Erkennung auszulösen, z.B. um die Analyse von Einzelpersonen auszuschließen. Von oben links im Uhrzigersinn: Detektierte Merkmale, geschätzte Dichte und segmentierte Menschenmengen mit geschätzter Personenzahl.

Mitarbeiter

Projektleitung
Name
E-Mail
@nue.tu-berlin.de
Prof. Dr.-Ing. Thomas Sikora
sikora
Dipl.-Ing. Volker Eiselein

eiselein
Mitarbeiter
Name
E-Mail
@nue.tu-berlin.de
Erik Bochinski M.Sc.
bochinski
Jonas Geistert, M.Sc.
geistert
Markus Küchhold, M.Sc.
kuechhold
Maik Simon, M.Sc.
simon
Gregory Schröder, B.Sc.
Martin Fuchs

Zusatzinformationen / Extras

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