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TU Berlin

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Adolf Slaby

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Bedeutung
Adolf Slaby war der erste Ordinarius für Elektrotechnik an der TH Berlin (1886). Elf Jahre später beschäftigte er sich, Marconi folgend, mit Fragen der Funkübertragung, führte Verbesserungen ein und machte sie populär. Durch seinen persönlichen Zugang zu Kaiser Wilhelm II bewirkte er viel für das gesellschaftliche Ansehen der Ingenieure und der Technik.


Curriculum vitae
1849 geboren in Berlin
Studium des Maschinenbaus und der Mathematik
Schüler von Reuleaux
Gewerbelehrer
1876 Habilitation an der Berliner Gewerbeakademie für Theoretische Maschinenlehre.
1882 Vorlesung "Elektrische Kraftmaschinen" (WS; 1882 2SWS, dann 4 SWS)
1883 Vorlesung "Elektrische Telegraphie" (4 SWS, SS), bis dahin von Geh. Reg.-Rath Dr. Brix gelesen
1883/84 Vorlesung "Elektromechanik I und II"
1884 Elektrotechnisches Laboratorium (Chronik der Kgl. TH 1799-1899, S. 190ff), das Lehrgebiet teilen sich A: Slaby (Elektrische Maschinen) und H. W. Vogel (Elektrische Beleuchtung). Slaby wird als Prädikatsprofessor Leiter des Laboratoriums.
1886 Slaby wird ordentlicher ("etatmäßiger") Professor für Theoretischen Maschinenbau und Elektrotechnik. Der Lehrstuhl ist unter Mitwirkung von Werner von Siemens entstanden, seit 1883 in Vorbereitung.
???? Vorsitzender des VDI
1892 Abspaltung des Gebiets "Elektrotelegraphie" von dem Gebiet der ET, an Strecker überwiesen
1893 Erster Vorsitzender des VDE
1893 Persönlicher Zugang zu Kaiser Wilhelm II. Vorträge über Technik im Schloß, experimentelle Vorlesungen an der TH Berlin wurden für den Kaiser veranstaltet.
1897 Slaby nimmt an Marconi-Versuchen mit der drahtlosen Telegraphie teil. Unterstützung durch Graf Arco, beide gehören zu den Gründern der Telefunken AG. Drahtlose Telegraphie-Versuche, zuerst an der TH Berlin, dann zwischen Sakrow und der Glienecker Brücke bei Potsdam. Slabys Verbesserungen: Funkenstrecke lag nicht in der Sendeantenne (Marconi), sondern in einem mit dem Antennenkreis induktiv gekoppelten Kreis [Quelle: Fassbender, ntz 1965]. Priotitätenstreit mit Braun, Straßburg.
1898 Mitglied im preußischen Herrenhaus auf Lebenszeit
1903 Gründung der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie (Telefunken durch AEG und Siemens und Halske), Leitung Graf Arco, ehemaliger Assistent von Slaby.
1906 - 1908 Vorlesungen über Funken-Telegraphie
1912 Emeritierung. Nachfolger: Ernst Orlich, Vertreter der klassischen mathematischen Behandlung der Probleme der theoretischen Elektrotechnik.
1913 gestorben in Berlin.


Buchveröffentlichungen
1897, 1901 Die Funkentelegraphie, Verlag von Leonhard Simion
1908 Glückliche Stunden - Entdeckungsfahrten in den elektrischen Ozean, Verlag von Leonhard Simion Nf.




Das Copyright (c) der hier veröffentlichten Texte liegt bei Prof. Dr.-Ing. Peter Noll. Vielen Dank für die Freigabe zur Veröffentlichung.

Letzte Überarbeitung 11.06.2001

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