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TU Berlin

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Karl Willy Wagner

Lupe
Bedeutung
Karl Willy Wagner war in mehreren elektrotechnischen, insbesondere nachrichtentechnischen Institutionen in leitender Stellung tätig und hat auf mehreren Gebieten wegweisende Ergebnisse vorgelegt. Herauszuheben sind seine Tätigkeiten beim Kaiserlichen Telegraphen-Versuchsamt Berlin, bei der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt, seine Lehr- und Forschungstätigkeit an der TH Berlin und die von ihm initiierte und durchgeführte Planung und Gründung des Heinrich-Hertz-Instituts für Schwingungsforschung (HHI). Zu seinen wissenschaftlichen Beiträgen gehören Untersuchungen zur Ausbreitung elektrischer Ströme in langen Kabeln (Wanderwellen), zur dielektrischen Nachwirkung sowie - auf nachrichtentechnischem Gebiet - die Entwicklung der Theorie der Kettenleiter und elektrischen Siebketten, Ionosphärenforschung und die Analyse von Geräuschen und Sprachsignalen.


Curriculum vitae
22. 2. 1883
geb. in Friedrichsdorf (Taunus)


Ingenieurprüfung Technikum Bingen
1904
Hochspannungslaboratorium der Siemens-Schuckert-Werke Berlin
1910
Dr. phil. in Göttingen
1909 - 1913
Tätigkeit beim Kaiserlichen Telegraphen-Versuchsamt in Berlin.  Leiter: Prof. Dr. Karl Strecker
Arbeiten auf den Gebieten Ausbreitung elektrischer Ströme in langen Kabeln (Wanderwellen); dielektrische Nachwirkung, etc.
1912
Habilitation an der TH Berlin; seitdem Privatdozent an der TH Berlin
1913
Übertritt zur Physikalisch-Technischen Reichsanstalt, Berufung zum Professor und Mitglied; Leitung des Elektrotechnischen Laboratoriums. Arbeiten auf den Gebieten von Wanderwellen etc. Theorie der Kettenleiter und elektrische Siebketten
1917 - 1918
Mitarbeiter bei Telefunken (s. 25 Jahre Telefunken, Festschrift 1928)
1918
Rückkehr zur Post, Leitung (Direktor) des Telegraphen-Versuchsamts.
Versuche zur Mehrfachtelefonie
1923 - 1927
Präsident des Nachfolgeinstituts, des Telegraphen-Technischen Reichsamts (nach der Pensionierung von Geheimrat Strecker)
1924
Gründung der Zeitschrift "Elektrische Nachrichtentechnik" (ENT, Nachfolger: AEÜ)
1925
Honorarprofessor für Theoretische Probleme der elektrischen Nachrichtentechnik (oder Schwingungslehre??) an der TH Berlin
1925
Kurator an der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt
Okt. 1926
Denkschrift zur Schaffung eines Instituts zur Erforschung elektrischer und akustischer Schwingungen (Denkschrift verschollen !)
1.8.1927
Stiftungsprofessur für allgemeine Schwingungslehre an der TH Berlin; damit verbunden: Direktor des HHI
1927 - 1930
Planung und Bau des Heinrich-Hertz-Instituts für Schwingungsforschung (HHI), Franklinstraße 1;
Einweihung März 1930
Arbeiten: Analyse von Geräuschen und Lärm, Nachbildung von Vokalen, Ionosphäre, etc.
1936
Absetzung
1943
Wissenschaftliche Beratung einer Forschungsgruppe im OK der Kriegsmarine.
1949
Präsident der Akademie der Wissenschaften und Literatur, Mainz
1953
verstorben in Friedrichsdorf (Taunus)


Buchveröffentlichungen
1942 (?)
"Operatorenrechnung und Laplacesche Transformation"
1927
"Die wissenschaftlichen Grundlagen des Rundfunkempfangs".  
Vorträge, veranstaltet durch das Außeninstitut der Technischen Hochschule zu Berlin, den Elektrotechnischen Verein und der Heinrich-Hertz-Gesellschaft zur Förderung des Funkwesens
Herausgegeben von Prof. Dr.-Ing. e.h. Dr. K.W. Wagner, Springer.
1953
"Elektromagnetische Wellen", Birkhäuser.


Ehrungen
1925
o. Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
1928
Slaby-Plakette
1929
Goldene Heinrich-Hertz-Medaille


Würdigungen
A. Thoma, Karl Willy Wagner zum 65. Geburtstag, AEÜ 2 (1958), S. 117 - 119.


Das Copyright (c) der hier veröffentlichten Texte liegt bei Prof. Dr.-Ing. Peter Noll. Vielen Dank für die Freigabe zur Veröffentlichung.

Letzte Überarbeitung 11.06.2001

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